“Gott ist tod.” – bereits 150 Jahre alt

"Du sollst werden, der Du bist!"

Nietzsche (1844-1900) ist zeitlebens am geringen Interesse an seinen Büchern verzweifelt. Erst nach seinem Tod haben sich Generationen von Philosophen an ihm abgearbeitet und Abertausende von Lesern an seiner glasklaren Sprache ergötzt.

Wer Gott als Erfindung des Menschen entlarvt und fröhlich seinen Tod verkündet, der brauchte Ende des 19. Jahrhunderts einigen Mut, ja vielleicht eben sogar etwas Wahn.

Gemäss Nietzsche richten die Menschen ihr Leben nicht mehr nach Gott aus. Sie befreien sich von ihm. In diesem Sinne ist Gott tot. Nietzsche sieht das als fröhliche Nachricht. Es entstehen Freiräume. Die ganze Moralkiste ist weg, wir haben niemanden mehr, auf den wir die Schuld schieben können. Wir sind ganz allein für unser Tun verantwortlich.

(book recommendation)

Religion arose as a strategy to cope with the unprecedented levels of epidemic disease, violence, inequality, and injustice that confronted us when we abandoned the bush — and which still confront us today.

Carel van Schaik and historian Kai Michel advance a new view of Homo sapiens’ cultural evolution. The Bible, they argue, was written to make sense of the single greatest change in history.

Tagebuch

2 Comments

  1. Das Buch bietet verblüffende Einblicke in die kulturelle Evolution des Homo sapiens. Die Vertreibung aus dem Garten Eden (dem Paradies) markiert das wohl folgenreichste Ereignis der Menschheitsgeschichte: den Übergang vom Leben als Jäger und Sammler zum sesshaften Dasein mit Ackerbau und Viehzucht, das nicht nur zu Fortschritt, sondern auch zu Ungleichheit, Patriarchat und großen, anonymen Gesellschaften führte.

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