Nein zu mehr Ferien: Arbeitgeber zufrieden

Indirekte Demokratie

Die Schweizerinnen und Schweizer gönnen sich nicht mehr Ferien. Sie haben die Volksinitiative für sechs Wochen Ferien überaus deutlich abgelehnt: 66,5 Prozent der Stimmenden sagten Nein, in keinem einzigen Kanton resultierte ein Ja.

Am 11. März 2012 sprachen sich als zwei Drittel der Stimmberechtigten an der Urne gegen die Volksinitiative aus. Volkswirtschaftliche Bedenken waren damals ausschlaggebend: Die Wirtschaftsverbände befürchteten, dass die Annahme der Vorlage zu Arbeitsplatzverlusten und einem wirtschaftlichen Schaden in Milliardenhöhe führen könnten.

Die Schweizer Stimmbürger hätten erkannt, dass sechs Wochen Ferien für die KMU eine zu grosse Belastung wären. Dies sagte Ursula Fraefel, Direktionsmitglied von Economiesuisse, am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

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4 Comments

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  2. Der gesetzliche Anspruch von 20 Tagen liegt im Mittelfeld. Allerdings gibt es von Land zu Land grosse Unterschiede. Während US-Amerikaner gar kein gesetzliches Ferienminimum kennen, weisen einige andere Länder höhere Minimalansprüche als die Schweiz auf. Dazu gehören vor allem europäische Länder wie Grossbritannien (28 Tage) oder Frankreich (25 Tage).

  3. In den letzten 20 Jahren sind die Löhne vieler Arbeitnehmenden zu wenig gewachsen. Die erwirtschafteten Gewinne sind kaum allen Angestellten zugute gekommen, sondern den oberen Kadern und den Eigentümern der Firmen. Dieses Ungleichgewicht kann mit mehr Ferien etwas korrigiert werden.

    1. Die Wirtschaft arguemntiert immer wieder, dass die Produktionssteigerungen in den letzten Jahrzehnten durch Investitionen und Rationalisierungen erzielt worden seien, nicht durch Mehrarbeit.

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